14. Juni 2020

Unterhosen-Alarm im EU-Parlament

Unterhosen-Alarm im EU-Parlament

Liebe Bürger,

es war nur eine Frage der Zeit, bis das passierte, was auf den Fluren des EU-Parlaments bislang nur als Scherz unter Kollegen galt. Mit der corona-bedingten Umstellung des Parlamentsbetriebs auf Home Office und Videokonferenzen, kam rasch die Befürchtung auf, man würde hierdurch künftig möglicherweise unfreiwillige Details aus dem Privatleben des ein oder anderen Politikers erfahren, auf die man eigentlich gerne verzichtet hätte.

Genau das ist jetzt tatsächlich geschehen. Auf einer Videokonferenz des Agrarausschusses erläuterte der irische Abgeordnete Luke „Ming“ Flanagan (Fraktion der Vereinten Europäischen Linken/Nordische Grüne) seine Ansichten, während er in einem ordentlichen schwarzen Hemd auf der Kante eines Bettes saß. Doch leider merkte Herr Flanagan dabei nicht, daß er seine Webcam falsch justiert hatte und es so allen Teilnehmern erlaubte bzw. zumutete, einen Blick unter seine Gürtellinie werfen zu können. Dort nämlich beschränke sich seine textile Ausstattung lediglich auf eine kleine schwarze Unterhose. Immerhin hatte er überhaupt eine an und farblich passte sie zumindest zu seinem Hemd.

Während ich noch darüber nachdachte, ob es sich bei der ganzen Sache möglicherweise um irgendeine Art von anarchistisch-subversiver Protestaktion handelte (schließlich kann man sich da bei links-grünen Politikern nie ganz sicher sein,) fiel mir plötzlich ein Ausspruch von Karl Lagerfeld ein. Dieser hatte einmal festgestellt, daß jeder, der eine Jogginghose in der Öffentlichkeit trage, die Kontrolle über sein Leben verloren habe. Nun frage ich mich: „Was hat eigentlich ein Abgeordneter schon alles verloren, der in Unterhose auf der Bettkante sitzend an einer Ausschusssitzung des EU-Parlamentes teilnimmt?“

Das musste einfach Satire sein, und es wurde tatsächlich noch besser…Wussten Sie, daß sich Luke „Ming“ Flanagan seinen Beinamen selbst gegeben hat und damit auf Imperator „Ming der Gnadenlose“ aus der Serie „Flash Gordon“ anspielt, dessen Haar- und Bartschnitt er ebenfalls zu imitieren versucht? Beim Bart kann man mit viel Wohlwollen noch eine gewisse Ähnlichkeit erkennen, aber dann muss Herr Flanagan beim Imitieren etwas falsch verstanden haben. Irgendjemand sollte ihn bei Gelegenheit doch bitte darauf hinweisen, daß „Ming der Gnadenlose“ im Gegensatz zu Flanagan keine zottelige Zopffrisur trägt, sondern ganz im Gegenteil zwar kein einziges Haar auf dem Kopf dafür aber jederzeit eine Hose um seine Beine hat.

Im Grunde aber, muss ich Herrn Flanagan letztlich in Schutz nehmen, hat er doch mit seiner Unterhosen-Aktion – wenn auch unfreiwillig – gezeigt, welchen Stellenwert das EU-Parlament maximal für sich in Anspruch nehmen kann. Ein undemokratisches Pseudo-Parlament ohne eigene Gesetzgebungskompetenz, welches gegenüber der EU-Kommission überwiegend als Bittsteller mit heruntergelassener Hose auftritt, muss sich dann auch gefallen lassen, wenn ein Abgeordneter mit eben solcher dort auftaucht und die Bedeutung des Hauses so optisch sichtbar macht.

Später erklärte Luke „Ming“ Flanagan seinen kuriosen Auftritt übrigens damit, daß er kurz zuvor angeblich vom Joggen zurückgekommen sei. Nur was trägt man beim Joggen für gewöhnlich? Richtig, eine Jogginghose. Aber diese dann doch eher selten in Kombination mit einem schwarzen Bürohemd. Karl Lagerfeld hatte also wohl doch recht gehabt…

Es grüßt Sie herzlich,

Ihre Christine Anderson, MdEP (AfD)

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1) https://www.youtube.com/watch?v=oCaonfKyl4Y
2) https://de.wikipedia.org/wiki/Luke_Flanagan
3) https://www.theguardian.com/global/video/2020/jun/03/mep-luke-ming-flanagan-has-trouserless-video-meeting-at-european-parliament-video

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